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7.2 Textformatierung in Braille

Die Optionen zur Seitengestaltung ermöglichen die Wahl zwischen einer Textdarstellung, die dem Layout der Schwarzschrift-Vorlage nahe kommt, oder einer Darstellung, die den besonderen Platzbedarf der Brailleschrift berücksichtigt.

Folgende Übersicht zeigt die Möglichkeiten zur Umsetzung von Formatierungen aus einem Dokument:

Formatierung
Darstellung wie in der Schwarzschrift
Alternative Darstellung in Braille
Überschriften nummerieren
Die Nummerierung wird übernommen.
Überschriften der Ebenen 1 bis 3 können unterschiedlich unterstrichen und mit einer optionalen Leerzeile versehen werden.
Ausrichtung, Ränder und Einzug von Absätzen
Die Ausrichtung wird mit Ausnahme des Blocksatzes übernommen.
Einzüge werden ab 0,5 cm mit 2 Formen, darüber mit je 1 Form pro Zentimeter dargestellt. Erstzeileneinzüge werden immer mit 2 Formen dargestellt.
Bei hängenden Absätzen mit Tabulatoren gilt der in RTFC eingestellte Tabulatorabstand als Maß für den Einzug.
Linksbündiger Text ohne Ränder und Einzug.
Leerzeilen zur Trennung von Absätzen
Mehrere Leerzeilen werden zu einer zusammengefasst.
Anstelle einer Leerzeile wird ein Erstzeileneinzug bei jedem neuen Absatz gemacht. Eine doppelzeilige Ausgabe mit zusätzlichen Leerzeilen ist ebenfalls möglich.
Rahmen und Linien
Unterschiedliche Zeichen für einfache, doppelte und dreifache Rahmen. Die Rahmenteile oben, links, rechts und unten werden getrennt berücksichtigt.
Rahmen und Linien aus dem Dokument werden ignoriert. Dafür können Rahmen mit Hilfe von Braille-Tags (das sind bestimmte Steuerbefehle innerhalb eines Dokuments) unabhängig vom Dokument gemacht werden. Nähere Informationen dazu finden Sie im Handbuch zur Word-Integration vonRTFC.
Tabulatoren
Die Tabulatorweite ist einstellbar. Im Text wird die passende Anzahl Leerzeichen eingefügt.
Tabulatoren werden als Zeichen übernommen (nur sinnvoll, wenn Dokumente nicht gedruckt werden sollen, sondern anderweitig verarbeitet werden).
Tabellen
Darstellung mit Tabulatoren.
Darstellung mit Ankündigungszeichen. Dabei können Tabellenzellen fortlaufend oder in je einer neuen Zeile mit einfachem oder wachsendem Einzug für jede Spalte umgesetzt werden.
Grafiken
Anstelle von Grafiken wird ein alternativer Text eingefügt.
Grafiken werden ignoriert.
Fußnoten und Endnoten
Fußnotenzeichen werden in eckigen Klammern dargestellt und der zugehörige Text am Ende eines Abschnitts wiedergegeben.
Fußnoten und Endnoten werden ignoriert.
Kopf- und Fußzeilen
Die Kopf- und Fußzeilen aus dem Dokument werden nicht übernommen.
Die Seitenzahl, der Titel des Dokuments und die jeweils letzte Überschrift können wahlweise in der Kopf- oder Fußzeile dargestellt werden.
Die erste Seite kann ohne Kopf- und/oder Fußzeile dargestellt werden.
Gerade und ungerade Seiten können gespiegelt, gerade Seiten ohne Kopf- und Fußzeile dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
Verzeichnisfelder werden mit den Seitenangaben aus dem Dokument übernommen.
Ein eigenes Verzeichnis mit Seitenangaben entsprechend dem Seitenumbruch in Braille wird erzeugt.
Silbentrennung
Bedingte Trennstriche aus dem Dokument werden für die Trennung herangezogen. Trennungen, die eine Kürzung verhindern, werden dabei ausgeschlossen.
Bedingte Trennstriche werden ignoriert.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden Themen:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die meisten Angaben in diesem Abschnitt gelten auch für die Umwandlung in reinen Text (ASCII oder ANSI) und damit auch für 8-Punkt-Braille.

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[Weiter] 7.2.1 Überschriften in Braille

Erstellt: 01.12.2010 19:08   Aktualisiert: 17.09.2011 11:25

Autor: Dipl.-Ing. (FH) W. Hubert

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