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Ankündigungszeichen der Blindenschrift
In der Blindenschrift werden eine Reihe von Zeichen
verwendet, für die es in der Schwarzschrift keine Entsprechung
gibt. Weil die 63 möglichen Zeichen nicht genügen, um alle
Zeichen aus der Schwarzschrift abzubilden, muss in bestimmten
Situationen ein Ankündigungszeichen verwendet werden, das dem
nachfolgenden Zeichen eine andere Bedeutung verleiht. Dies ist
insbesondere bei der Kurzschrift wichtig, wo viele Zeichen mehrfach
verwendet werden und von Fall zu Fall als Kürzung oder z. B.
als einfacher Buchstabe zu interpretieren sind. Außerdem gibt es
in der Blindenschrift keine unterschiedlichen Zeichen für
Groß- und Kleinbuchstaben. Die Möglichkeiten zur
Darstellung von Zeichenattributen wie Kursivschrift oder
Unterstreichungen sind ebenfalls stark eingeschränkt. Auch diese
Merkmale werden mit Hilfe von Ankündigungszeichen abgebildet.
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick
über die Ankündigungszeichen und deren Verwendungszweck:
Der erwähnte NEMETH-Code bildet eine Besonderheit in der
amerikanischen Blindenschrift. Damit werden mathematische
Ausdrücke in technisch wissenschaftlicher
Literatur dargestellt. Dieser Modus wird in RTFC durch die Option
"Zahlen in gesenkter Schreibweise ermöglichen" eingeschaltet. Im
Deutschen und Britischen wird dadurch die verkürzte Schreibweise
von Datum, Uhrzeit, Dezimalklassifikatoren und ganzzahligen
Brüchen eingeschaltet (Standardeinstellung).
Diese Zeichen können bei der Professional
Edition unter "Optionen", Registerkarte
"Braille", Schaltfläche
"Erweitert" frei gewählt werden. Dabei können auch
Zeilenwechsel und Tabulatoren für die Ankündigung von
Tabellenzellen ausgenutzt werden.
Erstellt: 04.03.2007 15:06 Aktualisiert: 25.06.2009
19:16
Autor: Dipl.-Ing. (FH) W. Hubert Copyright © 2009 Alle Rechte vorbehalten. |